Creatin kann viel mehr als nur die Kraft und das Muskelwachstum steigern

Creatin – diese Körpersubstanz ist schon seit über 170 Jahren bekannt. Popularität hat die organische Säure aber erst richtig im Zusammenhang mit Sport, insbesondere Kraftsport, erlangt. Bekannt ist hier, dass Creatin sowohl das Muskelwachstum als auch die Schnellkraft, die Ausdauer sowie die Regeneration unterstützt. Aber nicht nur für Sportler ist Creatin eine sehr wichtige Substanz, denn es kann noch sehr viel mehr.

Was ist Creatin?

Bei Creatin handelt es sich um eine organische Säure, die unser Körper selber bilden kann und die deshalb zu den körpereigenen Substanzen zählt, dabei hat sie eine Vielzahl verschiedener Funktionen inne. Creatin kann der Körper wie bereits erwähnt selber bilden, jedoch reicht die gebildete Menge nur bei wenigen Menschen, den sogenannten Non-Respondern, zur Deckung des Bedarfs aus. Nicht aus der eigenen Bio-Synthese stammendes Creatin muss über die Nahrung aufgenommen werden. Hier ergibt sich für vegetarisch oder vegan lebende Menschen ein Problem, denn Creatin kommt nur in tierischen Produkten vor. Abhilfe können hier Nahrungsergänzungsmittel schaffen, die synthetisch gewonnen werden. Jedoch sollte man hier auf Qualität achten, denn in Rahmen der Herstellung entstehen toxische Nebenprodukte, die sorgfältig entfernt werden müssen.

 

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Creatin ist bedeutsam für viele Organe

Neben der Unterstützung der Muskelfunktion ist Creatin auch für das Gehirn, die Nerven- sowie die Sinneszellen, die Knochen und auch die Haut ein unerlässlicher Nährstoff, der auch bei Erkrankungen dieser Organe unterstützend für deren Regeneration wirksam sein kann. Weiterhin hat dieser Nährstoff sowohl auf die kognitive Entwicklung als auch auf das Lernen, die Gedächtnisfunktionen wie auch die Stresstoleranz wichtigen Einfluss.

Sogar im Innenohr und bis hin zu den Spermien hat es in vielen wichtigen Körperzellen eine ebenso lebenswichtige und physiologisch wirksame Bedeutung. Weil zu viel vorhandenes und vom Körper nicht genutztes Creatin fast vollständig über die Nieren mit dem Urin ausgeschieden wird, kann in der Medizin die Nierenfunktion sehr gut geprüft werden, indem der Creatininwert des Urins kontrolliert wird.

Auch die Zellversorgung mit Energie erfolgt zum Teil über Creatin, was mittels der sogenannten Creatin-Kinase umgesetzt wird. Du siehst, dieser Stoff kann viel mehr, als nur zu einer guten Muskulatur, zur schnellen Regeneration und einfach zu mehr Leistungsfähigkeit im Sport verhelfen und hat auch weitaus mehr Funktionen als lediglich diese im Sport bekannten wichtigen Eigenschaften.

Creatin – wichtig für das Herz

Auch wenn innerhalb der Humanmedizin die Studien über die kardiologische Wirkung des Creatins nur sehr geringe Ergebnisse liefern, ist die wissenschaftliche Bedeutung des Creatin-Kinase-System für die Funktionen des Herzmuskels inzwischen erweisen. Erforscht ist inzwischen, dass das Phospho-Creatin sowie auch die ATP mit steigendem Alter im Herzmuskel weniger werden. Darüber hinaus reduziert sich der Energiestatus und auch der Energiefluss innerhalb des menschlichen Herzens im kranken Status durch das Creatin-Kinase-System reduziert sich sehr stark.

In Tests ergibt eine Reduzierung der Creatin-Konzentration innerhalb der Herzzellen eine strukturelle Veränderung innerhalb der Mitochondrien. Innerhalb des Organismus sorgt eine Reduzierung der Konzentration von Creatin innerhalb des Herzmuskels mit steigendem Alter für eine deutlich spürbare Beeinträchtigung der Herzfunktion. In Studien ergab eine Supplementierung von herzkranken Patienten mit einer Menge von fünf bis 20 g Creatin täglich zunächst eine messbare Steigerung der Muskelkraft, damit mehr Wohlbefinden für die herzkranken Patienten. Per Infusion verabreichtes Phospho-Creatin als Ergänzung zu kardioplegischen Infusionen erbrachte bei unterschiedlichen Herzerkrankungen einen intensiven und deutlich messbaren Schutzeffekt für das Herz. Selbst bei einer chronischen Herzinsuffizienz sowie Herzrhythmusstörungen, die nach einem Infarkt bestanden, brachte die Infusion mit Dem Stoff sehr positive Wirkungen auf die Herzfunktion.

Auch für die Knochen ist Creatin sehr wichtig

Das aus Creatin gebildete Enzym Kreatin-Kinase hat wichtigen Einfluss auf die Knochen innerhalb der zellulären Knochenbildung, weil sich die organische Säure auch auf die Zellbildung sehr positiv auswirkt. Damit ist gemeint, dass sowohl die Deposition von Knochenmineralien und die Knochenresorption durch Osteoklasten positiv beeinflusst werden. Weiterhin ist das Enzym auch für die Knorpelbildung sehr wichtig. Damit wird durch diesen Stoff auch die Knorpelbildung, damit die Erhaltung gesunder und funktionstüchtiger Gelenke wesentlich unterstützt. Das Enzym ist innerhalb der Knochenstruktur verantwortlich für die Mineralisierung der Osteoblasten innerhalb der Zellkulturen. Dieser Prozess ist für die Bildung gesunder und starker Knochen eine wichtige Voraussetzung. Auch bei einem osteoporotischen Knochen kann Kreatin-Kinase noch positive Auswirkungen haben und eine Mineralisierung unterstützen. Die besten Auswirkungen auf die Knochenstruktur hat die Supplementierung mit Creatin dann, wenn du zusätzlich zur Einnahme von Creatin auch noch Sport treibst. So werden nämlich nicht nur die Muskeln gestärkt, sondern auch die Knochendichte kann so deutlich verbessert werden.

Im Zusammenhang mit Studien auf die Auswirkung von Creatin auf die Knochenstruktur wurden auch positive Ergebnisse bei Patienten mit Muskelerkrankungen festgestellt, zumal diese auch in Kombination mit der Muskelerkrankung unter einer Reduzierung von Knochenmasse leiden. Auch hier konnten in Pilotstudien Verbesserungen bei den Muskelerkrankungen verzeichnet werden. Als Ergebnis auf die Studien wurde die Resonanz gezogen, dass Creatin als eine natürliche und nebenwirkungsfreie Körpersubstanz verabreicht werden kann, die die Knochen- wie auch die Muskelstruktur auch im Krankheitszustand verbessern kann. Positiver Nebeneffekt ist, dass zu viel verabreichtes Creatin über die Nieren und den Harn ausgeschieden wird.

Gehirn und Nerven profitieren und auch in hohen Alltagsanforderungen hilft Creatin

Obwohl das Gehirn nur einen geringen Anteil am Gesamtkörpergewicht hat – nämlich etwa zwei Prozent – braucht es viel Energie. Bis zu 20 Prozent des Körperenergieumsatzes gehen an das Gehirn. Für ein energetisches Gleichgewicht und die optimale Funktionsfähigkeit ist eine gute Energieversorgung wichtige Voraussetzung. Auch die mit dem Gehirn in Verbindung stehenden Sinneszellen wie beispielsweise die Fotorezeptoren innerhalb der Netzhaut sowie auch die Haarzellen innerhalb des Innenohrs sind auf eine gute Versorgung des Hirns für optimale Funktionen angewiesen. Darüber hinaus unterstützt eine optimale Versorgung mit Creatin die Intelligenz- sowie die Gedächtnisleistungen.

Mit einer Supplementierung von fünf Gramm Creatin täglich werden die Gedächtnis- sowie Intelligenzleistungen erhöht, die Ermüdung verringert und die kognitiven Gehirnfunktionen auch unter Stress deutlich gegenüber Personen verbessert, die keine Supplementierung mit Creatin erhalten. Auch die gesamte Stresstoleranz wird durch eine Supplementierung mit Creatin deutlich erhöht.

Ein durchschnittlicher Erwachsener hat täglich einen Creatin-Bedarf von drei bis vier Gramm, was durch den Verzehr von 300 g Fleisch oder Fisch gedeckt wird. Weil viele Menschen ihren Fleisch- oder Fischkonsum in dieser Größenordnung nicht umsetzen – besonders hierbei ältere Menschen oder Vegetarier – ist eine entsprechende Supplementierung mit dem wichtigen und umfassend wirksamen Creatin – auch zur Bewältigung von Alltagsstress – sehr sinnvoll.

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Bildquelle: http://photodune.net/item/bodybuilder-with-simulator/6074471

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