Proteine und Aminosäuren mit Bedacht einsetzen

Proteine und AminosäurenDurch moderne, oftmals erfolgreiche – aber langfristig gesehen nicht immer gesundheitlich unproblematische – sogenannte Eiweißdiäten und erhöhte Proteinzufuhren für Sportler stellt sich häufig die Frage: Wie viel Nahrungseiweiß benötigt der menschliche Körper überhaupt? Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) in Bonn empfiehlt für gesunde Erwachsene eine Zufuhr von 0,8 Gramm Eiweiß am Tag pro Kilogramm Körpergewicht im Rahmen einer gesunden Mischkost. Hierbei ist ein Sicherheitszuschlag schon berücksichtigt. Die tatsächliche, durchschnittliche Proteinzufuhr in Deutschland liegt jedoch weit über diesen Empfehlungen. Zudem werden vor allem vermehrt tierische Proteine aufgenommen. Der aktuelle und bereits 12. umfassende Ernährungsbericht der DGE von Dezember 2012 bedauert, dass die durchschnittlichen Deutschen weiterhin zu viel tierische Lebensmittel, vor allem Fleisch und Wurst, konsumieren. Die Wissenschaftler sehen einen Fleischkonsum von maximal 300 – 600 Gramm pro Woche als unbedenklich an.

Herkunft von Proteinen und Aminosäuren

Eiweiße können pflanzlicher und tierischer Herkunft sein. Pflanzliche Eiweiße werden immer bedeutsamer. Zudem haben pflanzliche Lebensmittel den Vorteil, dass sie reich an sekundären Pflanzenstoffen sind, die den Körper des Sportlers zusätzlich mit Vitalität versorgen. Pflanzliche Proteine sind lange Zeit gegenüber den tierischen Proteinen als nicht so effektiv für Sportler „abgestempelt“ worden. Selbst Vegetarier und Veganer können bei guter Zusammenstellung der Nahrung problemlos auf eine optimale Proteinzufuhr kommen. Hochdosierte Aminosäure-Präparate sollten allerdings niemals ungezielt eingenommen werden. Eine fachliche Beratung und umfassende Information vor ab ist extrem wichtig. Denn falls es zu einem Ungleichgewicht in der Konzentration von Aminosäuren im Körper kommen sollte, können anstatt der erhofften Leistungssteigerung sogar gesundheitliche Nachteile entstehen. Daher sollte jeder Sportler sich vorab über mögliche Präparate, ihre genaue Zusammensetzung und ihre Wirkungsweisen genau informieren, wie beispielswiese bei Produkten über larginin.org. Wer sich zu einer versierten ernährungswissenschaftlichen Beratung entschließt, kann zum Beispiel über den Verband der Oecotrophologen (VDOe) in Bonn im Expertenpool einen geeigneten Berater oder eine Beraterin für Sportlerernährung in seiner Region finden.

Proteine und Aminosäuren in körperlichen Prozessen

Proteine erfüllen im menschlichen Körper zwei grundlegende Funktionen, die für Sportler besonders interessant sind. Zum einen liefern die Proteine aus der Nahrung Aminosäuren, die zahlreiche anabole – also aufbauende – Prozesse im Körper realisieren können. Dabei spielt der Aufbau von Funktions- und Strukturproteinen sowie Peptiden eine besondere Rolle. Zudem sind Aminosäuren Energieträger, die verstoffwechselt werden können. Es gibt nicht essenzielle Aminosäuren, semiessenzielle und essenzielle Aminosäuren. Von den Nahrungsproteinen sind vor allem die essentiellen – also vom Organismus nicht selbst herstellbaren Aminosäuren – und die semiessenziellen Aminosäuren wichtig. Letztere können vom Körper zwar selbst hergestellt werden, aber der Organismus benötig für diesen Aufbauprozess als Grundlage andere essenzielle Aminosäuren. Der Körper ist wie eine ständig arbeitende Maschine, in der sowohl anabole als auch katabole – also abbauende – Stoffwechselprozesse ablaufen. Alte Materie wird abgebaut, neue Materie ersetzt sie. Wer sportlich aktiv ist, setzt aus physiologischer Sicht vor allem nach dem Training vermehrt und intensivere Stoffwechselprozesse in Gang. Dieser Zeitpunkt sollte auch für eine gezielte Nahrungs- und weitere Flüssigkeitsaufnahme genutzt werden. Die Energiegewinnung über einen Proteinabbau erfolgt vornehmlich, wenn körperliche Belastungen sehr lange andauern oder wenn dem Körper mehr Nahrungseiweiß zugeführt wird, als er für aufbauende Prozesse benötigt. Daher sollte nicht zu intensiv trainiert und eine zusätzliche Eiweißzufuhr – physiologisch gesehen – nicht übertrieben werden.

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