Die richtige Ernährung bei einem Reizmagen oder Reizdarm

Sollte Ihnen Stress buchstäblich auf den Magen schlagen, so leiden Sie möglicherweise unter einem Reizmagen. Dieser kennzeichnet sich durch Symptome wie Übelkeit, Völlegefühl oder Magenkrämpfe und kann neben Stress auch falscher Ernährung geschuldet sein. Oft hilft nur eine Ernährungsumstellung.

Therapie des Krankheitsbildes ist schwierig

Reizmagen Beschwerden

Bei Reizmagen und Reizdarm handelt es sich fast schon um Volkskrankheiten, denn Experten gehen davon aus, dass hierzulande etwa 20 bis 25 Prozent der Bürger an ihnen leiden. Einige von ihnen haben dabei ständig mit den Symptomen zu kämpfen, andere klagen hingegen lediglich in besonderen Stresssituationen oder nach bestimmten Mahlzeiten über Beschwerden. Da Mediziner in der Regel keine organischen Ursachen feststellen können, ist die Behandlung des Krankheitsbildes recht schwierig. Diese Tatsache macht im Übrigen auch die Diagnose schwierig, zumal zuerst bei Ultraschalluntersuchungen und Magenspiegelungen andere Ursachen wie Nahrungsmittelunverträglichkeiten ausgeschlossen werden müssen. Bis zur Diagnose eines Reizmagens oder Reizdarms vergehen oft Monate, die für die Betroffenen quälend sind.

Unabhängig davon, ob das Krankheitsbild bereits bestätigt wurde oder nicht, können betroffene Personen die typischen Beschwerden lindern, indem sie ihre Lebens- und Essgewohnheiten überdenken und ändern. Stellt sich eine deutliche Besserung ein, so ist es jedoch wichtig, nicht sofort wieder in alte, schädliche Muster zurückzufallen. Vielmehr sollten Sie Ihre neuen Gewohnheiten auch dann beibehalten, wenn die Beschwerden mit dem Reizmagen abgeklungen sind.

Ernährungsumstellung: Das sollten Sie beachten

  1. Lassen Sie sich Zeit bei Ihren Mahlzeiten und nehmen Sie diese bewusst am Tisch zu sich. Kauen Sie die Speisen dabei unbedingt gut durch, um Ihrem Magen etwas Arbeit abzunehmen.
  2. Genießen Sie lieber über den Tag verteilt fünf kleinere Mahlzeiten, anstatt dreimal viel zu große Portionen zu essen. Als Zwischenmahlzeiten bieten sich gesunde Snacks an.
  3. Lassen Sie die Finger von fettigen Speisen! Ihrem Magen bekommt fettreduzierte Kost deutlich besser.
  4. Auch stark gewürzte oder gar scharfe Mahlzeiten sollten Sie von Ihrem Speiseplan streichen.
  5. Verzichten Sie auf blähende und schwer verdauliche Lebensmittel, zu denen sämtliche Kohlsorten sowie Sauerkraut oder Bohnen zählen.
  6. Ebenfalls schlecht bekömmlich ist Kaffee, und zwar auch dann, wenn er in Latte Macchiato oder Cappuccino enthalten ist. Schränken Sie Ihren Kaffeekonsum also möglichst stark ein.
  7. Gleiches gilt für Ihren Alkoholkonsum. Belastend für den Magen sind insbesondere säurehaltige Getränke wie Wein oder Sekt.

Lesetipp: Detaillierte Informationen zu Reizmagen und Reizdarm liefert diese Publikation der Techniker Krankenkasse.